Bereitschaften im Notfall Foto: A. Zelck / DRKS
Hilfe für den RettungswagenHilfe für den Rettungswagen

Bitte um Unterstützung

Momentan keine Spitzenabdeckung durch die Bereitschaft

Die ehrenamtliche Bereitschaft unseres Ortsvereins kann momentan keine Rettungsdienst-Einsätze übernehmen, wenn z.B. der hauptamtliche Rettungsdienst wegen anderer Einsätze nicht zur Verfügung steht. Im Fall der Fälle muss dann ein Rettungswagen aus größerer Entfernung nach Munster fahren. Das dauert länger, und im Notfall zählt jede Sekunde! 

Woran liegt das? 

Nach den aktuellen Vorgaben der geltenden Norm und des ärztlichen Leiters Rettungsdienst im Heidekreis muss jeder Rettungswagen gleich ausgestattet sein. Dazu zählt u.a. auch ein spezielles Beatmungsgerät, das leider nicht vorhanden ist und nun beschafft werden muss. Eine gleiche Ausstattung ist sinnvoll, damit jeder Patient gleich gut versorgt werden kann - egal in welchem Fahrzeug. 

Wer ist für die Anschaffung zuständig? 

Alle Ortsvereine mit Bereitschaften im Heidekreis müssen die Anschaffung eigenständig bewältigen - wenn der Ortsverein die Spitzenabdeckung lokal sicherstellen möchte. Der DRK Kreisverband Soltau e. V., der den hauptamtlichen Rettungsdienst gewährleistet, hat für das neue Beatmungsgerät keine Mittel zur Verfügung. 

Warum stehen für die Spitzenabdeckung keine ausreichenden Mittel zur Verfügung? 

Es ist keine Pflicht, dass die ehrenamtlichen Bereitschaften der einzelnen Ortsvereine die Spitzenabdeckung gewährleisten. Deswegen gibt es auch keine Mittel vom Kreisverband dafür. Gerade in Munster ist erfahrungsgemäß wegen der langen Strecken jedoch eine zusätzliche „Rettungsdienst-Reserve“ durch die Bereitschaft wichtig und sinnvoll! 

Was kann ich tun? 

Die Bereitschaft des DRK Ortsverein Munster e. V. möchte die Spitzenabdeckung wieder gewährleisten - mit Ihrer Spende können Sie das ermöglichen! 

Von den insgesamt nötigen 16.000 Euro sind schon über 5000 Euro durch Spenden abgedeckt bzw. zugesagt. 

Spendenkonto 

DE92 2585 1660 0000 3225 86 

NOLADE21SOL 

Weitere Fragen und Antworten

Um welches Gerät geht es genau? 

Es geht um das Gerät „Weinmann Medumat Standard² auf Life-Base 3 NG“ mit Zusatzmodulen, wie z.B. Bluetooth. Das Gerät ist auf allen Rettungswagen im Heidekreis vorgesehen, so dass eine reibungslose Zusammenarbeit untereinander möglich ist und das Personal auf allen Fahrzeugen eine vertraute Umgebung vorfindet, um Patienten optimal zu versorgen. 

Wer entscheidet auf welcher Grundlage, wie Rettungswagen ausgestattet sein muss? 

Die Norm DIN EN 1789 legt fest, wie ein Rettungswagen ausgestattet sein muss. Spezielle Länderrechte regeln weitere Details, z.B. dass in einem Rettungsdienstbereich die Ausstattung einheitlich sein muss. Der Ärztliche Leiter Rettungsdienst des Heidekreises wiederum legt fest, welche Geräte konkret in welcher Ausführung vorhanden sein müssen. 

Im Rettungsdienst wird so viel Geld verdient, warum kann das Beatmungsgerät nicht aus diesen Mitteln finanziert werden? 

Der DRK Kreisverband Soltau e. V. als Betreiber des hauptamtlichen Rettungsdienstes ist gemeinnützig. Gewinne dürfen somit nicht erwirtschaftet werden und jedes Jahr wird mit einer „schwarzen Null“ abgeschlossen. Der Vertrag mit dem Heidekreis beinhaltet die Vorhaltung des hauptamtlichen Rettungsdienstes inklusive aller dafür benötigten Fahrzeuge und Geräte. 

Die erbrachten Leistungen werden über die Krankenkassen abgerechnet. Die Spitzen-abdeckung ist eine unverbindliche, freiwillige Zusatzleistung der ehrenamtlichen Bereitschaften, für die es keine weiteren Mittel zur Beschaffung des Gerätes gibt. 

Welchen Vorteil bietet das DRK gegenüber anderen Rettungsdienstbetreibern? 

Das DRK, insbesondere der DRK Ortsverein Munster e. V., kann auf eine große Zahl ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zurückgreifen. Diese sind vor Ort verwurzelt, leisten in Ihrer Freizeit Sanitätsdienste, bilden sich stets fort und sind daher überhaupt nur in der Lage, die Spitzenabdeckung fachlich leisten zu können. Andere Anbieter hätten diese unschätzbar wertvolle „Basis“ vor Ort nicht. Übrigens: Die zahlreichen Sanitätsdienste der Bereitschaft stellen die Durchführbarkeit vieler größere Veranstaltung in Munster überhaupt erst sicher! 

Was kann die Politik tun? 

Der Vorstand des DRK Ortsvereins Munster e. V. pflegt Kontakte zu allen politischen Fraktionen und Amtsträgern auf lokaler Ebene. Viele Gespräche wurden und werden geführt - eine Bereitstellung finanzieller Mittel ist aber nicht zu erwarten. 

Wieviele hauptamtliche Rettungswagen stehen für Munster zur Verfügung und wo? 

An der Lehrrettungswache des DRK Kreisver-bands Soltau e. V. am Bahnübergang Rehrhofer Weg stehen derzeit tagsüber zwei Rettungswagen inkl. Besatzung in der Zeit von 8 Uhr bis 20 Uhr zur Verfügung und nachts ein Rettungswagen zwischen 20 Uhr und 8 Uhr. Ein dritter Rettungswagen wird bedarfsweise besetzt, wenn ein größeres Schadensereignis in einem Nachbarlandkreis viele hauptamtliche Kräfte aus dem Heidekreis bindet. 

Welche Rettungsmittel stehen momentan zur Verfügung, wenn der hauptamtliche Rettungs-dienst in anderen Einsätzen gebunden ist? 

Wenn alle hauptamtlichen Rettungswagen aus Munster im Einsatz sind (Dauer im Durchschnitt 2 bis 3 Stunden), alarmiert die Rettungsleitstelle in der Regel den geographisch nächstgelegenen, einsatzbereiten Retttungswagen. Das kann z.B. aus Hützel, Soltau, Wietzendorf, Schneverdingen oder auch aus einem angrenzenden Landkreis (Celle, Uelzen) sein. 

Warum ist eine Spitzenabdeckung überhaupt nötig? 

Zwei Faktoren spielen in den letzten Jahren eine immer größere Rolle: 1. Die Wege zu den Krankenhäusern werden länger (Beispiel: Walsrode statt Soltau muss angefahren werden). 2. Der Notruf 112 wird häufiger auch bei „Bagatell- Notfällen“ gewählt und somit der Rettungsdienst involviert. Beides führt zu mehr Einsätzen beim hauptamtlichen Rettungsdienst und bindet damit die zur Verfügung stehenden Rettungsmittel. 

Warum ist das Beatmungsgerät so teuer? 

Das Beatmungsgerät gehört zu den Medizinprodukten der Klasse IIb (potentiell hohes Risiko). Der Markt ist entsprechend klein, die Qualitätsanforderungen richtigerweise sehr hoch, die Technik muss sicher und zuverlässig sein. Das alles hat seinen Preis. 

Wieviele Einsätze im Rahmen der Spitzen-abdeckung hat die ehrenamtliche Bereitschaft pro Jahr geleistet? 

In den Jahren 2015 bis 2017 hat die Bereitschaft im Schnitt 64 Einsätze im Rahmen der Spitzenabdeckung übernommen - mehr als ein Einsatz pro Woche! Ab 2018 wurden die Anforderungen an die Ausstattung angepasst, noch nicht endgültig definierte Regelungen führten dazu, dass in 2018 und 2019 jeweils noch 17 Einsätze geleistet wurden. Momentan findet gar keine Alarmierung mehr durch die Leitstellt statt. 

Weitere Fragen? 

Bitte nehmen Sie Kontakt zu uns auf: 
info@drk-munster.de 
Mittwochs 15 Uhr bis 17 Uhr: Tel. 05192/981440